Veröffentlicht am: Mo, 18. September, 2017

Die U19 verliert alle drei Spiele des Heimturniers

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2018 wird in der Schweiz die Europameisterschaft der U19-Juniorinnen ausgetragen. Als Gastgeber muss das Team von Nora Häuptle die Qualifikation nicht bestreiten und testet daher den Formstand an Miniturnieren und mit Freundschaftsspielen. Nach zwei Niederlagen gegen Norwegen (0:1) und die Niederlande (2:5) wollte das Schweizer U19-Nationalteam am Montagnachmittag gegen Schweden den ersten Sieg beim heimischen Vier-Länderturnier einfahren. Nach Spielen in Brunnen und Weggis fand das letzte Spiel vor 221 Zuschauern im Stadion Herti in Zug statt.

Das Team von Nora Häuptle startete gut in die Partie und hatte in der Startphase mehr vom Spiel. YB-Akteurin Laura Frey hatte mit einem Schuss direkt auf Schwedens Torfrau die erste Chance in der 8. Minute. Etwas besser zielte fünf Minuten später Malin Gut (FCZ-Frauen), doch auch ihr Schuss ging knapp über das Tor.

Die Kräfteverhältnisse auf dem Platz glichen sich danach an, beide Teams versuchten den Ball in den eigenen Reihen laufen zu lassen – doch oftmals fehlte auf beiden Seiten in der Offensive der entscheidende letzte Pass. So wurde es nie wirklich gefährlich. Captain Annina Rauber versuchte mehrmals mit einem langen Pass Nadine Riesen oder Leandra Schegg auf der rechten Seite zu lancieren – irgendwann durchschaute Schwedens Abwehr aber diesen Plan.
Die beste Chance der ersten Halbzeit hatte nicht die Schweiz, sondern Schwedens Nummer 10, Loreta Kullashi. In der 33. Minute konnte die Schweizer Torfrau Elvira Herzog deren Schuss gerade noch abwehren. Somit gings mit dem 0:0 in die Pause.

Captain Alisha Lehmann (links) musste ihr Amt im letzten Spiel an Annina Rauber abgeben (Bild: Andy Scherrer)

Bei diesem 0:0 blieb es indes nicht lange. Nachdem Schwedens Paulina Nyström kurz nach Wiederanpfiff bei einem Gestocher im Strafraum den Ball noch über das Gehäuse drosch, respektive die Schweizerinnen sich irgendwie verteidigen konnten, lag der Ball dann in der 52. Minute im Schweizer Tor. Nach einer Hereingabe über die rechte Seite konnte die auffällige Loreta Kullashi den Ball nur noch einschieben – 1:0 für die Gäste.

Für Nora Häuptle bleibt noch viel Arbeit bis zur EM (Bild: Andy Scherrer)

Das Schweizer Team – die Startelf war im Schnitt gerade einmal knapp 17.4 Jahre alt, zudem fehlten mehrere Stammkräfte verletzt – war in der zweiten Hälfte dann vermehrt mit Abwehrarbeit beschäftigt. Offensiv fehlte es an Durchschlagskraft oder Ideen gegen die gut organisierte schwedische Abwehr. Sieben Minuten vor Schluss fiel nach schönem Zusammenspiel noch das 2:0 für Schweden durch Olivia Wänglund.

Das Fazit von Trainerin Nora Häuptle zum Heimturnier:

“Wegen den drei Niederlagen falle ich nicht gleich in ein Loch. Klar, es liegt bis im nächsten Sommer noch viel Arbeit vor uns. Aber ich bin überzeugt, dass wir noch grosse Verbesserungen machen werden. Erst recht, wenn die verletzten Top-Spielerinnen ab dem Winter wieder mit dabei sind. Nun konnten sich bei diesem Zusammenzug andere Spielerinnen präsentieren, das gab auch für mich wichtige Erkenntnisse. Physisch war das Turnier sehr anspruchsvoll, da können wir je nach Konstellation noch nicht über 90 Minuten mithalten. Unser 3-4-1-2-System hat mir gut gefallen, im Hinblick auf die EM werden wir noch ein zweites System einüben. Positiv war vor allem die erste Halbzeit gegen Holland, das war gut.”

Die U19-Europameisterschaft 2018 wird in Biel, Wohlen, Zug und Fribourg ausgetragen.

Aufstellung Schweiz:

Herzog; Neuhaus, Rauber (C), Lemperière (46. Waeber), Wyser; Riesen (46. Lehmann), Gut (46. Huber), Frey (75. Schnider), Piubel (43. Piperata); Schegg, Jackson (46. Schassberger).

Barbara Tschopp, Pia Ammann, Benjamin Netz, Jürg Huggler, Babsi Fit, Deborah Näpfli, WomensCup, Jacqueline Schauenberg, Sandra Meier, Eddy Haller, Leandra Schegg, Carone Gianluca, Monica Luraschi, Chantal Wyser, Beat Linder, Laila Koch, fairygoals, Michi Lendi gefällt dieser Artikel

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